Heimatrecht ist Menschenrecht |
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Der in Genf lebende Autor Alfred de Zayas gilt als einer der besten Experten für das Thema Vertreibung der Ost- und Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein historisches Faktenwissen wird ergänzt durch seine Erfahrung als Völkerrechtsprofessor an verschiedenen US-, kanadischen und schweizerischen Universitäten und als langjähriger UN-Menschenrechtsexperte.
Die Neuerscheinung ist eine komprimierte Zusammenfassung der über 30-jährigen wissenschaftlichen, menschenrechtlichen und publizistischen Aktivitäten de Zayas’. Der Autor arbeitet in Thesen. „Die deutsche Präsenz in Ostmittel- und Osteuropa reicht ins frühe und hohe Mittelalter zurück. Die damalige deutsche Ostbesiedlung war ganz überwiegend ein friedlicher Prozess“, schreibt er. Für Alfred de Zayas gilt: „Heimatrecht ist Menschenrecht.“ Das Selbstbestimmungsrecht der Völker schließt aus seiner Sicht notwendigerweise das Recht auf die Heimat ein. Und: „Alle Opfer haben dieselbe Menschenwürde.“
Auf die fünfzig Thesen folgen einschlägige Ansprachen des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, der Wortlaut der UN-Erklärung über Bevölkerungstransfers sowie Grußbotschaften der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Didaktisch eignen sich die Thesen hervorragend unter anderem für den Geschichts- und Politikunterricht an Gymnasien. klö
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Alfred de Zayas: 50 Thesen zur Vertreibung. Verlag Inspiration Un Limited, München 2008. 52 Seiten, 7 Euro.
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© Rheinischer Merkur Nr. 38, 18.09.2008
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